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Die deutsche Genossenschaftsidee in der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes

Veranstaltung zum ersten Jahrestag in München

Am Freitag, den 17.11., feierten rund 100 Genossinnen und Genossen, sowie Interessierte die Aufnahme der deutschen Genossenschaftsidee in die UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes vor einem Jahr.

Die Veranstaltung fand auf Einladung der wagnis eG und von Urbanes Wohnes e.V. WohnWerkstatt im Lihotzky, dem Veranstaltungsraum im Wohnprojekt wagnisART, statt.

Walter Vogt, politischer Sekretär beim Vorstand der IG Metall und stellvertretender Vorstand des Bundesvereins zur Förderung des Genossenschaftsgedankens stellte dar, wie sein Verein, die Hermann Schulze-Delitzsch-Gesellschaft und die Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen Gesellschaft zusammen mit gewichtiger politischer und wissenschaftlicher Unterstützung die Bewerbung zuerst auf nationaler Ebene, dann auf internationaler Ebene zum Erfolg führten. Er setzt sich in seinen verschiedenen Funktionen für eine (Wieder-)Annäherung von Gewerkschaft und Genossenschaft ein. Genossenschaften bedingen wie keine andere Wirtschaftsform Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Demokratie und Solidarität - Werte, die vor allem in wirtschaftlichen Krisenzeiten wieder attraktiv werden. Dr. Burghard Flieger ist Sozialwissenschaftler und Autor. Er hat zahlreiche Genossenschaften (mit-)gegründet und geleitet. In seinem Referat stellte er lebendig die Aspekte der Geschichte der Genossenschaften dar, die keineswegs eine deutsche Erfindung sind, jedoch in Deutschland zur Blüte kamen. Dr. Bernhard Felmberg lenkte den Blick auf die weltweite Förderung von Genossenschaften durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Dieses Ministerium setzt sich für die Gründung von Genossenschaften weltweit ein und darüber hinaus für die Schaffung der administrativen und politischen Strukturen, die ihre Nachhaltigkeit sichern.

Eine anschließende Podiumsdiskussion beantwortete die Frage der Nachhaltigkeit auf der Ebene der einzelnen Genossenschaft: Was brauchen Genossenschaften um über die Jahre lebendig zu bleiben? Wichtig sind die Strukturen, wie die Satzung und das Gesetz, die Vorstände, die im täglichen Geschäft Weichen stellen und vor allem die Mitglieder.

Der Abend klang bei einem festlichen Buffet im GastHaus, dem neu eröffneten Lokal von wagnisART aus.

 




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