Beratung zu ambulant betreuten
Wohngemeinschaften:

Fachstelle für ambulant betreute
Wohngemeinschaften in Bayern

Auenstraße 60
80469 München
T (089) 20 20 54 33
F (089) 50 08 04 02
info@ambulant-betreutewohngemeinschaften.de

www.ambulant-betreutewohngemeinschaften.de

 





Wohnen mit Unterstützung

 

Für viele Wohnprojekte ist ein wichtiger Gründungsgedanke die gegenseitige Hilfe im Alter, um damit einen Umzug in ein Alten- und Pflegeheim zu vermeiden bzw. so weit wie möglich hinauszuschieben.
Viele Projekte thematisieren deshalb bereits zu einem frühen Zeitpunkt die zukünftige Kooperation mit ambulanten Pflegediensten in ihrem Konzept. Manche Projekte sind bereits in der Situation, eine solche Kooperation zu praktizieren, weil pflegebedürftige Menschen mit eingezogen sind (z. B. Hausgemeinschaft Heroldsberg S. 26).


Nachbarinnen und Nachbarn im Wohnprojekt können die ambulante Pflege organisieren und ergänzen. Sie ersetzen die professionelle Hilfe in der Regel nur kurzfristig und in Notfällen. Ambulante Dienste schätzen intakte nachbarschaftliche und soziale Netze, weil diese ihre Arbeit gut ergänzen und eine umfassendere Versorgungssicherheit gewährleistet werden kann. So können pflegebedürftige Menschen in vertrauter Umgebung leichter versorgt werden. Das ist vor allem für alleinstehende Menschen wichtig und dient auch der Unterstützung und Entlastung für pflegende Familienangehörige. Außerdem können außerfamiliäre nachbarschaftliche Kontakte Schutz vor Isolation in einer schwierigen Lebensphase darstellen.


Das Leben in einer funktionierenden Nachbarschaft bietet vielfältige Möglichkeiten. Der Kontakt sowie die Gespräche und die gemeinsamen Entscheidungsprozesse erhalten den Einbezug in die Nachbarschaft oder die Dorfgemeinschaft im ländlichen Raum aufrecht. Gerade für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung kann dieses Umfeld eine längere Partizipation am Gemeinschaftsleben ermöglichen.

 


Wohnen mit Unterstützung in
Gemeinschaft


Gemeinschaft und Nachbarschaft als Ressource wird sowohl in der Jugendund Seniorenarbeit als auch in therapeutischen Einrichtungen oder im Rahmen der sozialen Arbeit zunehmend wichtig. Junge Menschen mit Behinderung haben bereits vor 35 Jahren von Einrichtungen der Behindertenhilfe aus Wohngemeinschaften gegründet, um nicht im Heim leben zu müssen. Ältere Menschen wenden sich heute vermehrt an Verbände und Organisationen mit der Bitte, sie dabei zu unterstützen, gemeinschaftsorientiertes Wohnen aufzubauen.


Während bei den bisher vorgestellten Wohnprojekten selbstorganisiertes Wohnen in Gemeinschaft von den Menschen initiiert und getragen ist, werden alternative Wohnformen für Menschen mit einem erhöhten Unterstützungs- und Betreuungsbedarf auch von Trägern im Sozial- und Baubereich angeboten. Die Übergänge zwischen gemeinschaftsorientiertem Wohnen, das allein von den zukünftigen Nachbarinnen und Nachbarn ausgeht, zu Projekten, die von Organisationen und Wohnungsbaugesellschaften angeboten werden, sind fließend.

 

Für Menschen, die gerne in einer Gemeinschaft leben und eine Versorgungssicherheit auch im Unterstützungsfall wünschen, bieten gemeinschaftsorientierte Wohnformen mit Betreuungs- und Pflegemöglichkeiten, wie z. B. ambulant betreute Wohngemeinschaften oder Quartierskonzepte, eine Alternative zu traditionellen Versorgungsangeboten. Das so genannte „Bielefelder Modell“ hat für viele Projekte Vorbildcharakter und ist auch für die Münchner GEWOFAG die Grundlage für konzeptionelle Überlegungen.

 


Ambulant betreute Wohngemeinschaften


Ambulant betreute Wohngemeinschaften für hilfe- und pflegebedürftige Menschen sollen das Leben in einem gemeinsamen Haushalt und die Inanspruchnahme externer Pflege- oder Betreuungsleistungen gegen Entgelt ermöglichen. Sie stellen eine Alternative zum Wohnen im Alten- oder Pflegeheim dar und eignen sich in besonderer Weise auch für Menschen mit Demenzerkrankung. In ambulant betreuten Wohngemeinschaften sind die Selbstbestimmung sowie das selbständige Leben der Bewohnerinnen und Bewohner gewährleistet. Die Bewohnerinnen und Bewohner organisieren
und regeln ihre Belange vollständig selbst. Die Betreuungs- und Pflegedienste sowie die Art und der Umfang der Leistungen sind frei wählbar. Im Bedarfsfall, beispielsweise in einer Wohngemeinschaft von Demenzkranken, wird die Selbstbestimmung der Bewohnerinnen und Bewohner durch ein Vertretungsgreminum, etwa ein Angehörigengremium, wahrgenommen.

 

Eine Abgrenzung ambulant betreuter Wohngemeinschaften zu anderen Wohn- und Einrichtungsformen findet sich im neuen Bayerischen Pflege- und Wohnqualitätsgesetz (vgl. Art. 2 Abs. 3).



Dieses Projekt wurde
realisiert mit freundlicher
Unterstützung des


Bayerischen Staatsministeriums
für Arbeit und Sozialordnung,
Familie und Frauen